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FaRK2019 – Teil 2

24. August 2019 – Gastbeitrag von Patricia Strunk 🙂

Ja, ich weiß. Es ist verwackelt, aber ihr kennt mich doch! DENKT es euch einfach scharf 😉

FaRK 2019 – Samstag, 24. August

Heute ist unser erster Tag auf der FaRK. Wir sind schon mächtig gespannt. Allerdings müssen wir von Annikas Zuhause aus erst einmal anderthalb Stunden dorthin fahren und wegen der Veranstaltung ist die direkte Zufahrt gesperrt, was uns zu einem Umweg zwingt. Natürlich verfahren wir uns dabei und landen in einer ehemaligen Bergwerkssiedlung in einer Sackgasse. Schließlich kommen wir aber doch an, und kriegen noch einen „halblegalen“ Parkplatz. Die Location ist das stillgelegte Bergwerk selbst, oder besser gesagt, dessen oberirdische Anlagen. Von der Straße aus wirkt das Areal recht überschaubar, aber das täuscht gewaltig. Wir laden Bücher und Standdekoration auf den Transportwagen und los geht‘s. Da die Straße eine Steigung hat und der Untergrund uneben ist, rutschen die Schächtelchen hin und her. Mit akrobatischem Geschick hindern wir sie am Herunterfallen und erreichen unseren Stand ohne Verluste.

Der Ashera-Stand!

Der Aufbau geht gemeinsam schnell und trotz aller Verzögerungen sind wir rechtzeitig fertig, vor allem weil wir vor Ort auch noch eine weiter Kollegin begrüßen, die tatkräftig mitanpackt: Norma Feye..

Rebecca will jetzt unbedingt einen Kaffee. Den gibt es aber nicht, jedenfalls nicht um diese Uhrzeit. Vor 10:00 Uhr geht gar nichts. Danach gibt so ziemlich alles, nur keinen Kaffee. Schließlich werden wir im tiefer gelegenem Bereich doch fündig und stellen dabei gleich fest, dass das Gelände ein bisschen größer ist, als anfänglich gedacht.

Eine Weile betreuen wir den Stand der Agentur Ashera (ich selbst bin allerdings nur privat mitgekommen), dann machen Rebecca, Florian und ich uns zur ersten Besichtigungstour auf – und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Die Halle, in der die Bücher verkauft werden, ist nur der kleinste Teil des Ganzen. Schon das Gelände selbst ist eine Erkundung wert.

Beeindruckend, zumal es 35 Grad Celsius im Schatten waren …

Nicht nur die gewaltigen Eisenkonstruktionen beeindrucken, auch wenn ich keine Ahnung habe, wozu sie einst gedient haben. Vor allem hat es mir der Mosesgang angetan, zu dessen beiden Seiten sich thermische Wasserfälle ergießen, das ehemalige Grubenwasser, 32 Grad warm. In den Becken schwimmen winzige Fische mit leuchtend roten und grünen Schwanzflossen. Das Ganze mutet selbst ein bisschen fantastisch an.

Mosesgang

Als nächstes treffen wir auf einen ganzen Sturmtrupp aus Star Wars, der sich im Sonnenschein am Wasserbecken dekorativ in Szene setzt. Ich beneide die Darsteller nicht, die in ihren aufwändigen Kostümen bei Temperaturen schmoren, die dem des Grubenwassers nahekommen. Aber beeindruckend sehen sie aus. Auf unserem Weg vorbei an stilistisch dem Steampunk, mittelalterlichen Tavernen oder endzeitlichen Spelunken angeglichenen Ständen mit Essen und Getränken begegnen uns noch viele fantastische und gruselige Gestalten: Zombies, intergalaktische Kopfgeldjäger, Steampunk-Abenteurer und Damen und Herren in viktorianischen Roben. Ein Fest fürs Auge. Vieles ist selbstgemacht, nicht nur die Kostüme, auch die Fahrzeuge. Da gibt es Autos à la Mad Max, Segways ins Steampunk-Optik und, und, und. Wir weichen ein paar Zombies aus, streicheln einen Drachen, den zu reiten ich nicht wage, weil ich ein paar Kilo schwerer bin als das durchschnittliche Kind, und drehen zum Abschluss eine Runde durch die große Halle, in der alle Arten von Accessoires aus der Steampunk-Szene angeboten werden. Ich erwerbe einen hübschen Fächer und einige Kleinteile mit Bezug zu Alice im Wunderland. Lässt sich sicher mal verwenden.

Eines von vielen umgebauten Fahrzeugen!

Der Tag ist lang und gegen Abend ist mein Nacken vom Stehen und Sitzen auf der Bierbank am Stand so verspannt, dass ich Zahnschmerzen bekomme. Irgendwann reicht es auch den anderen, zumal die Nacht kurz war. Wir warten das Ende der Veranstaltung nicht mehr ab, sondern streichen gegen acht die Segel. Auf dem Heimweg kehren wir kurz bei Subway ein. Rebecca, Annika und Florian haben noch Kraft für eine weitere Spielenacht, aber ich muss passen. Sonst geht Sonntag gar nichts mehr. Kaum im Bett, dämmere ich gleich weg.

Danke für diese schönes Zusammenfassung, liebe Patricia! Falls Ihr euch Patricias Website mal ansehen wollt – gleicher Text, andere Bilder – findet Ihr sie hier:

https://blog.patriciastrunk.com/blog/

Dann bis demnächst mit Teil 3 der FaRK.

Rebecca

FaRK2019 – Ankunft in Saarbrücken

FaRK 2019

23. August

So viel gesehen, so viel erlebt und so viel zu berichten, dabei haben wir den angeblich besten Teil, die Eröffnungsparty am Freitag, verpasst. Da sind wir noch durch Saarbrücken geschlendert. Die Stadt hat uns ein wenig betrübt zurückgelassen. Einerseits voller Leben und anderseits leer und ausgehungert. Die alten Stadtteile waren wie leergefegt und verwaiste Geschäfte reihten sich an stille Plätze. Die neue Stadt bot dafür eine wunderschöne Kulisse an der Saar mit schillernden Geschäften und jungen Menschen. Niemand wirkte betrübt, unglücklich oder wütend. Wenn das die Stimmung im Saarland ist, könnte ich mich hier sehr wohl fühlen.

Ein Park hat uns dann noch verzaubert. Rosen, Denkmäler, Geschichte und sogar eine Wasserorgel hat der Deutsch-Französische Park zu bieten.

Wir wanderten den rostgefärbten Wasserlauf entlang, genossen den Rosenduft und konnten barfuß im Gras laufen – perfekt.

Patricia Strunk hat ein Auge für schöne Fotos – vielen Dank <3

Dann endlich ging es Richtung Rheinland-Pfalz, denn wir durften bei einer lieben Autoren-Kollegen unterkommen, Annika Dick. Also ging es rauf und runter aufs Land, denn der Weg dorthin glich einer Achterbahnfahrt. Wer hier aufwächst und Auto fährt, kommt in jedem Bergdorf der Welt zurecht. Von Magenflattern bis hin zu „Hier kann doch kein Mensch 100 h/km fahren, ohne in den Abgrund zu stürzen“ war alles dabei. Offensichtlich sind die Einheimischen grandiose Fahrkünstler, denn auch hundertachtzig Gradkurven darf man offiziell mit hundert Sachen nehmen. Womöglich gibt es inzwischen einen Reiseführer für Wagemutige, die sich mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit auf die Straßen wagen?

Angekommen im beschaulichen Desloch wurden wir von Annika sehr herzlich empfangen, dabei hatten wir uns noch nie persönlich gesehen. Manche Menschen fühlen sich gut an, von Anfang an.

Danach hatten wir die grandiose Idee Spazieren zu gehen. Herrje, die Steigung sah im Auto viel harmloser aus. Unsere Autorinfreundin war gut zu Fuß und wir folgten brav. Belohnt wurden wir mit einem Ausblick, denn wir Städter nur von hübschen Postkarten kennen, und absoluter Ruhe. Dort ein paar Tage zu verbringen, heißt wirklich abzuschalten. Als hätte jemand die Pause-Taste im Leben gedrückt.

Auf dem Weg „geknipst“, alle anderen Fotos sind, dank meiner herausragenden Fähigkeiten als Fotografin *hüstel* leider verwackelt …

Am Abend holten wir einen weiteren Autor vom Bahnhof ab, Florian Hilleberg. Obwohl auch ihn weder Annika noch wir persönlich kannten, glich das Treffen einem Wiedersehen alter Freunde. Wir überfielen den nächstgelegenen Italiener und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Zuhause angekommen, zückte Annika die Spielesammlung und es wurde ein laaaanger Abend – Radler, lachen und viele Gespräch inklusive. Gerne hätten wir die Nacht durchgemacht, doch der nächste Morgen sollte früh beginnen, daher war um 2 Uhr dann doch Schluss.

Rebecca

PS: Einige Fotos konnte ich nicht hochladen, da mich WordPress gerade darüber aufgeklärt hat, dass ich womöglich nicht die Bildrechte besitze und es zu „gefährlich wäre“ … ich fühle mich nicht bevormundet, ehrlich – kein bisschen! *grummel*