Vorabtagung der Buchmesse Berlin

Am 18. November 2016 war ich auf der Vorabtagung der Buchmesse Berlin kurz „BuchBerlin“

Die Tagung fand, ebenso wie die darauffolgende Messe, im Estrel Berlin (Neukölln) statt.

Das Programm war sehr umfangreich und leider zwischenzeitlich auch sehr gehetzt, da die Tagung erst 45 Minuten später begann. Der typische Berliner Schienenersatzverkehr hatte bei vielen Tagungsbesuchern für Verspätungen gesorgt.

Neun Vorträge standen auf dem Programm, nur unterbrochen von der Mittags- und Nachmittagspause.

Drei der VortragsrednerInnen, die mich besonders beeindruckt, gut informiert oder begeistern konnten stelle ich hier kurz vor.

Allen voran Ines Zimzinski, der ich am Ende ihres Vortrags schlichtweg alles abgekauft hätte. Diese Frau hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz.

Ines Zimzinski, Hörbuchverlegerin und Vorstand Deutscher Crowdsourcing Verband e. V.: Crowdfounding und digitales Marketing

Sie hat uns Crowdfounding vorgestellt, von dem ich natürlich schon einmal gehört habe, aber mir noch nie genauer „angesehen“ habe.

Es ist die Möglichkeit über eine Internetplattform seine Geschäftsidee – in diesem Fall unser Buch – vorzustellen und potenzielle Geldgeber für die Umsetzung zu finden.

Stellt man also ein Buchprojekt vor, bittet man um einen bestimmten Betrag um den Druck oder die Gestaltung zu finanzieren. Je nach Betrag erhält der Geldgeber unterschiedliche Gegenleistungen. Das kann wie folgt aussehen:

3€ bis 5€ Spende: Ein Lesezeichen mit dem Cover unseres Buches

6€ bis 10€ Spende: Ein Lesezeichen und eine Kaffeetasse

11€ bis 20€ Spende: Das gedruckte Buch mit unsere Unterschrift

21€ bis 30€Spende:  Das gedruckte Buch mit Unterschrift und einer Kaffeetasse

Das einzig Wichtige daran: Unser Buch unterliegt der Buchpreisbindung. Wenn wir dafür mehr Geld bekommen möchten, müssen wir es mit etwas versehen (Unterschrift, Lesezeichen, etc.) wofür wir zusätzlich Geld „kassieren“ können.

Vom steuerlichen Aspekt ausgesehen heißt das, wir müssen für den Buchverkauf Steuern bezahlen, die zusätzlichen Einnahmen für Lesezeichen usw. gelten als Schenkung.

 

Ebenfalls sehr informativ und sehr sympathisch fand ich

Cornelia Franke:

Zwischen den Welten: Eine erfolgreiche Selfpublisherin und Verlagsautorin über das Schreiben, Vertrieb und Marketing. Interaktiver Vortrag.

Ich schätze Frau Franke auf Mitte 20 und bin ehrlich begeistert von ihrem Vortrag.

Sie arbeitet als Autorin für Random House und hat bereits mehrere Bücher als Selfpublisherin veröffentlicht. Daher kann sie uns gut die Vor- und Nachteile aufzeigen. Wobei sie dabei ausschließlich vom gedruckten Buch ausging.

Die Vorteile eines Verlags liegen darin, ohne Eigenkapital starten zu können und einen professionellen „Partner“ zu haben, der das gedruckte Buch in den Handel bringen kann.

Als Selfpublisher sind wir auf uns allein gestellt und müssen in Vorleistung für Cover, Lektorat und Druck gehen. Der riesige Vorteil ist, dass wir frei entscheiden können, in welcher Form unser Buch erscheint und schneller auf dem Markt reagieren können als ein Verlag, der oft bis zu zwei Jahren Vorlaufzeit hat.

 

Die nachfolgende Rednerin konnte mich ebenfalls sofort fesseln. Sie hat in der Kürze der Zeit und mit nur einer Übung sofort meine Begeisterung fürs Schreiben entfacht. Sie bietet an ihrer Schule Schreibwerkstätten an und ich bin mir sicher, dass sie auch dort begeistern kann:

Tanja Steinlecher, Schreibhain Autorenschule und Schreibwerkstätten präsentierte Impulsschreibworkshop für AutorenInnen, Wie komme ich in den Schreibfluss und finde mein originäres Thema?

Dieser Programmpunkt war leider viel zu kurz aber ich habe bereits eine Email mit ihrer Präsentation erhalten und konnte sie daher in Ruhe „nachlesen“. Ich füge sie hier nicht ein, da ich die Rechte am Bildmaterial nicht besitze.

Ich erinnere mich an einen Auftritt von Nina George im Schreibhain bei Frau Steinlechner. Frau George meinte darin, dass sie erst wirklich erfolgreich ist, seit sie ihr originäres Thema gefunden hätte.

Die kleine Übung die Frau Steinlecher mit uns ausprobierte, fand ich sehr gut und auch die nachfolgenden wollte ich sofort beginnen, doch dafür reichte die Zeit einfach nicht.

 

Soviel zur ersten BuchBerlin Tagung. Es war ein wunderbarer Tag, der sich wirklich gelohnt hat. Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.